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St. Joseph (München)

Beschreibung
Die Kirche wurde als neobarocke, tonnengewölbte Wandpfeilerbasilika mit eingezogenem Polygonchor in beachtlichen Ausmaßen errichtet. Die Länge beträgt 79 Meter, die Breite 31 Meter. Der Gewölbescheitel erhebt sich in 24 Metern Höhe über dem Fußboden der Kirche. Der Turm misst bis hinauf zur Spitze 63 Meter. Der Baukörper steht auf drei Seiten frei. An der Nordseite schließen sich Pfarrhaus bzw. das ehemalige Kapuzinerkloster an. Die nach Kriegszerstörungen im Zweiten Weltkrieg vereinfacht wiederhergestellte Westfassade mit ihrem eingezogenen, dreibogigen Portikus ist von der frühbarocken Fassade des Salzburger Domes inspiriert. Bei der Wiederherstellung wurden die Rundbogenfenster durch Rechteckfenster und der kurvierte Giebel durch einen einfachen Dreiecksgiebel ersetzt. Das vierte Obergeschoss des nördlich abgerückten Turmes ist oktogonal gestaltet und schließt mit Haube und Spitztürmchen nach dem Salzburger Vorbild. Diagonal angeordnet, flankieren gesockelte Voluten als Schmuckformen das tambourartige Turmoktogon. Im Turminneren befindet sich eine Gedenkstätte für die Opfer der beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts und für die 21 Mitglieder des katholischen Gesellenvereins der Pfarrei St. Joseph, die aufgrund von „Kommunismusverdacht“ am 6. und 7. Mai 1919 von reaktionären Kräften des Freikorps Bayreuth unter dem Kommando von Wolff von Stutterheim im Keller des Prinz-Georg-Palais gefoltert, ausgeraubt und schließlich ermordet worden waren.
Details
- Kategorie
- Kirche
- Wikipedia
- https://de.wikipedia.org/wiki/st._joseph_(m%c3%bcnchen)
- Wikidata Id
- Q872376
Daten: Wikidata München · Stand: 11.10.2026