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Kirche St. Barbara, München

Beschreibung
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Gotteshaus Filialkirche von St. Benno; von Herbst 1946 bis 1981 war St. Barbara die Kirche der polnischen Katholiken in München. [ 1 ] Seit 1950 ist die Kirche wieder Eigentum einer Kirchenstiftung. Bei den Polen handelte es sich vorwiegend um die „Swietokrzyska Narodowych Sil Zbrojnych“ (Świętokrzyska-Brigade der NSZ , auch als Heilig-Kreuz-Brigade bezeichnet), eine Brigade des nationalistischen „ Związek Jaszczurczy “ (Eidechesenbund). Diese radikal anti-kommunistische Organisation war nicht mit der polnischen Exil-Regierung in London und deren Streitkräften Heimatarmee verbunden, sondern kämpfte ab 1944 mit bis zu 1100 eigenen Soldaten gegen den kommunistischen polnischen Untergrund und die sowjetischen Streitkräfte. Im Zuge der Besatzung Polens durch Nationalsozialistische Truppen kollaborierte die Heilig-Kreuz-Brigade mit den NS-Besatzern und beging schwere Kriegsverbrechen an der polnischen Zivilbevölkerung und sowjetischen Soldaten. Sie verbündete sich im Mai 1945 mit den heranrückenden US-Truppen und wurde von diesen in die Amerikanische Besatzungszone geholt und im Raum München für Wachaufgaben eingesetzt. In München trafen sie auf General Stanisław Maczek und seine 1 Dywizja Pancerna (1. Panzerdivision) der Heimatarmee. Die bisher nur punktuell übereinstimmenden Truppen mussten zusammenarbeiten und das katholische Bekenntnis und der Antikommunismus verbanden. So stifteten die inzwischen vereinigten polnischen Wachmannschaften in Dachau 1948 die Glocke für St. Barbara. Dazu kamen ehemalige Häftlinge der Konzentrationslager, andere Displaced Persons und Flüchtlinge.
Details
- Kategorie
- Kirche
- Wikipedia
- https://de.wikipedia.org/wiki/st._barbara_(m%c3%bcnchen)
- Wikidata Id
- Q2317465
Daten: Wikidata München · Stand: 11.10.2026